Wer psychisch belastet ist, möchte schnell Unterstützung – und nicht lange über Formulare nachdenken. Dieser Überblick zeigt, wie die Kostenübernahme für Psychotherapie grundsätzlich funktioniert und worauf Sie achten sollten.
So funktioniert es in Österreich
In Österreich gibt es drei Wege, eine Psychotherapie zu finanzieren:
- Kassenplatz: Voll finanzierte Therapieplätze werden über Vereine und Einrichtungen vergeben, die mit der Krankenkasse zusammenarbeiten. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, Wartezeiten sind möglich.
- Kostenzuschuss (Wahlpsychotherapie): Bei eingetragenen Psychotherapeut:innen ohne Kassenvertrag bezahlen Sie das Honorar zunächst selbst und erhalten von der Krankenkasse einen Zuschuss pro Sitzung. Voraussetzung ist unter anderem eine ärztliche Untersuchung spätestens vor der zweiten Sitzung; ab einer bestimmten Anzahl Sitzungen ist eine Bewilligung nötig.
- Selbst bezahlen: Ohne Kassenbeteiligung, etwa wenn keine krankheitswertige Störung vorliegt.
Achten Sie darauf, dass die Therapeutin oder der Therapeut in der Psychotherapeutenliste des Gesundheitsministeriums eingetragen ist – das ist die Voraussetzung für einen Kostenzuschuss.
Tipps für die Suche
- Fragen Sie bei mehreren Praxen gleichzeitig an – über das Kontaktformular auf jedem Profil geht das schnell.
- Achten Sie auf die Abrechnungsangaben im Profil (Kassenvertrag, Wahltherapie, Privat).
- Die persönliche Passung ist wichtig. Ein Erstgespräch zeigt, ob Sie sich gut aufgehoben fühlen.
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Häufige Fragen
Brauche ich eine Überweisung für Psychotherapie?
Für den Kostenzuschuss ist spätestens vor der zweiten Sitzung eine ärztliche Untersuchung nötig.
Was tun in einer akuten Krise?
Wenden Sie sich in einer akuten Krise sofort an den Notruf, eine psychiatrische Notaufnahme oder eine Krisenhotline. Ein Therapieverzeichnis ersetzt keine Notfallversorgung.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Angaben zu Kosten und Versicherung können sich ändern – klären Sie Ihren Fall mit Ihrer Versicherung.